Armlehnen erhöhen den Komfort einer Sonnenliege deutlich

Sonnenliegen

Sonnenliegen gehören zum Sommer dazu. Sie sind überall zu finden, egal ob auf der heimischen Terrasse, auf dem Balkon oder an den Swimmingpools im Freibad oder im Hotel. Natürlich dürfen sie auch an den Stränden von Badeseen und am Meer nicht fehlen. Egal ob Jung oder Alt, praktisch jeder fühlt sich auf einer Sonnenliege wohl, da ein entspanntes Sonnenbaden, Dösen im Schatten oder der
Genuss eines kühlen Getränks oder einer Urlaubslektüre gut möglich sind.

Sollten Sie über den Kauf einer Sonnenliege nachdenken, werden Sie schnell feststellen, dass es bei der riesigen Auswahl an Modellen gar nicht so einfach ist, das individuell zu einem passende zu finden. Neben dem Design, das den Käufer ansprechen sollte, spielen natürlich auch der Aufbau und das Material eine große Rolle.

Gerade Sonnenliegen aus Holz müssen regelmäßig und richtig gepflegt werden
Für Sonnenliegen aus Holz werden Polsterauflagen benötigt
Foto: beeki / pixabay

Sonnenliegen – welche Modelle gibt es?

Sonnenliegen sind mehr als nur eine simple Liege. Die unterschiedlichen Modelle unterscheiden sich in Aufbau und Design sowie Material. Ein wichtiges Kriterium ist die Belastbarkeit bzw. Tragfähigkeit der Liege. Je nach Körpergewicht müssen Sonnenliegen für schlankere Menschen weniger belastbar sein als Liegen für Personen mit kräftigem Körperbau. Aufschlussreich bezüglich der Tragfähigkeit ist vor allem das verwendete Material. Angaben finden Sie dazu meist auf dem Etikett (z.B. belastbar bis 150 kg).

Armlehnen erhöhen den Komfort einer Sonnenliege deutlich
Material und Maße sollten beim Kauf einer Sonnenliege eine entscheidende Rolle spielen
Foto: Stefanie Salzer-Deckert / pixelio.de

Material

Relativ günstig sind Sonnenliegen aus einem Stahlrohr- oder Kunststoffgestell mit Textilüberzug. Diese Liegen mögen zwar bequem sein, der Nachteil ist allerdings, dass der Stoff schnell reißen kann. Manchmal halten solche Sonnenliegen nicht einmal einen Sommer aus bzw. der Textilüberzug wird an den Rändern bereits rissig. Selbst bei sehr schlanken Personen ist die Belastbarkeit solcher Liegen nicht auf Dauer gegeben, da dieses Material durch die Einwirkung des Körpergewichts ziemlich schnell nachgibt.

Weitaus stabiler und robuster sind Sonnenliegen aus Holz oder Edelstahl. Ihre Lebensdauer ist deutlich höher, allerdings werden für diese Modelle Polsterauflagen (am besten mit UV-beständigem Bezug) benötigt, damit ein entsprechender Komfort gewährleistet ist. Manchmal sind die Auflagen bereits inklusive, oft müssen sie aber auch nachgekauft werden. Über Nacht und bei schlechtem Wetter sollten die Polsterauflagen auf jeden Fall trocken aufbewahrt werden, z.B. in speziellen Truhen. Liegen aus Holz oder Edelstahl sollten möglichst witterungsbeständig bzw. rostfrei sein, damit sie langfristig ihre Optik behalten. Bei diesen Sonnenliegen kommen Sie nicht darum herum, sie regelmäßig zu pflegen. Bei Holzliegen bedeutet dies das Imprägnieren mit einem Pflegeöl, für Edelstahl gibt es spezielle Sprays, die Flecken aus dem Material entfernen und wieder für schimmernden Glanz sorgen.

Wem die Pflege von Sonnenliegen aus Holz oder Edelstahl zu aufwendig ist, der greift am besten zu Liegen, die aus festem Kunststoff oder einem Polyrattan-Geflecht bestehen. Letzteres ist besonders beliebt, da Sonnenliegen aus Rattan schön anzusehen sind und darüber hinaus auch noch sehr pflegeleicht sind. Die Behandlung mit einer Bürste (bei grobem Schmutz) bzw. das Abwischen mit einem feuchten Lappen von Zeit zu Zeit ist völlig ausreichend. Außerdem nimmt dieses Material im Gegensatz zu Holz keine Feuchtigkeit auf und ist beständig gegen Hitze und Kälte. Auch UV-Strahlung macht der Polyrattan-Liege praktisch nichts aus. Eine Ausbleichung ist aufgrund der synthetischen Zusammensetzung des Materials so gut wie nicht gegeben. Hinzu kommt das niedrige Gewicht dieser Liegen; sie können relativ einfach und schnell an einen anderen Standort gestellt werden. Auch für Sonnenliegen aus Polyrattan bzw. Kunststoff werden Polsterauflagen benötigt bzw. sind manchmal in einem Set bereits inklusive.

Sonnenliegen sollten in erster Linie ein Garant für Komfort sein
Sonnenliegen kennen viele vom Strandurlaub
Foto: Brischitte / pixelio.de

Die Maße der Sonnenliege

Natürlich ist die Länge der Sonnenliege nicht unrelevant, etwa, ob die Füße noch bequem Platz finden oder aber über den Rand hinausbaumeln. Auch die Sitzbreite spielt eine wichtige Rolle: Häufig sind Sonnenliegen sehr schmal gebaut, was nicht nur wenig komfortabel ist, sondern auch dazu führen kann, dass solche Liegen leichter umkippen. Generell gilt: Je breiter die Liege, umso stabiler ist sie.

Zur Sitzhöhe ist zu bemerken, dass viele Sonnenliegen äußerst niedrig ausfallen. Wollen ältere Menschen oder Personen mit gesundheitlichen Problemen (etwa Rücken- oder Bandscheibenbeschwerden) von diesen Liegen aufstehen, ist das oft beschwerlich. Aber auch für jüngere bzw. gesunde Menschen ist es schichtweg komfortabler, wenn sie sich nicht aus dieser niedrigen Position hochhieven müssen. Daher sollten Sonnenliegen gekauft werden, die mindestens über eine Sitzhöhe von 40 Zentimetern (über dem Erdboden), besser sogar noch über 50 Zentimeter verfügen.

Aufbau und Design

Komfort sollte das A und O bei einer Sonnenliege sein. Empfehlenswert sind Modelle mit einer verstellbaren Rückenlehne, sodass Sie aufrecht oder in gekippter Position sitzen können, aber sich auch durch die horizontale Einstellung für ein Nickerchen hinlegen können. Je mehr Stufen bei den Verstellmöglichkeiten, umso individueller kann die Rückenlehne positioniert werden.

Von vielen Menschen werden Sonnenliegen mit Armlehnen als sehr angenehm empfunden, da sie eine stützende Funktion haben, etwa, wenn ein Buch gelesen wird oder wenn Sie gerade mit Ihrem Tablet beschäftigt sind.

Von hoher praktischer Relevanz sind Sonnenliegen mit Rollen, da sie auf diese Weise flexibel von einem Standort zum anderen bewegt werden können. Vor allem bei Liegen mit einem beträchtlichen Eigengewicht ist dies ein entscheidender Vorteil. Kleinere Sonnenliegen haben oft eine Klappfunktion, wodurch sie bei schlechtem Wetter schnell aufgeräumt sind und wenig Stauraum benötigen, beispielsweise, wenn sie über den Winter im Keller eingelagert werden.

Noch ein Tipp, wenn Sie Ihre Sonnenliege in erster Linie zum Sonnenbaden benutzen und sich daher wenig im Schatten aufhalten: Es gibt Modelle mit integriertem Sonnenschutz für den besonders UV-empfindlichen Gesichtsbereich. Diese Liegen besitzen ein verstellbares Sonnendach im Kopfbereich, das vor allzu viel Sonneneinstrahlung schützt. Meist besteht das Sonnendach aus textilem Material, das die UV-Strahlen herausfiltert. Außerdem wird es von vielen beim Lesen von Zeitschriften etc. als angenehmer empfunden, wenn die Sonne dabei nicht direkt ins Gesicht scheint.

Was sollte beim Kauf einer Sonnenliege beachtet werden?

  • Machen Sie sich im Vorhinein Gedanken, welches Material Sie als angenehm empfinden und wie viel Zeit Sie in die Pflege der Sonnenliege investieren wollen.
  • Je breiter die Sonnenliege, umso stabiler ist sie und umso geringer die Gefahr des Umkippens.
  • Entscheidend ist die Belastbarkeit bzw. Tragkraft der Sonnenliege – dies hängt von den Maßen und vor allem dem verwendeten Material ab; massive Sonnenliegen aus Holz sind deutlich stabiler als solche mit Textilüberzug.
  • Die Sitzhöhe sollte aus Gründen der Komfortabilität mindestens 40 Zentimeter (vom Erdboden) betragen.
  • Preislich interessant sind häufig Sets, bei denen passende Polsterauflagen bei der Sonnenliege bereits inklusive sind.
  • Sonnenliegen mit verstellbarer Rückenlehne sowie Armlehnen sind besonders bequem.
  • Sonnenliegen mit hohem Gewicht sollten im Idealfall über Rollen verfügen, damit sie leichter transportiert werden können. Auch eine Klappfunktion ist praktisch, um Stauraum einzusparen.
  • Sonnenanbetern empfehlen sich Sonnenliegen mit verstellbarem Sonnendach für den Gesichtsbereich.